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fand, ihn aus der Burg trug, und ihn einem Fremden, den er im Felde traf, voll blinder Zuverſicht anvertraute, der ſchändlich ſein Zu⸗ trauen durch Liſt und Betrug belohnte. „Der Nichtswürdige,“ fuhr Bertha voll tiefer Scham fort,„hat uns ſchändlich hin⸗ tergangen. Dem Himmel allein iſt es bekannt, wie dem Buben ſein Bubenſtück gelingen konnte, daß ihn die Dienerſchaar und ſogar der Wächter nicht gewahren konnte. Die Hölle muß mit ihm im Bunde geweſen ſein, und der Satan ſelbſt muß ihn den Weg ge⸗ bahnt haben. Er kam die zweite Nacht— 6 Mehr vermochte ſie nicht zu ſprechen, die Scham erſtickte ihre Worte, und lautes Schluchzen ſetzte ihre Rede fort. Ein Strahl von Licht flammte ſchnell bei dieſen Worten in Konrads Seele empor, und was er ahnte, war ſchaudervolle Wahrheit; doch wünſchte
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er Gewißheit zu haben, und ſanft fragte er 3 die Kranke: M „Er kam die zweite Nacht?— ſcheue Dich
nicht, mir Alles zu entdecken; Du ſprichſt zu


