158
fülltem Tone,„und Bertha von dieſem Tage an tödtlich erkrankt? und Veit von eben die⸗ ſem Tage an auf ſo räthſelhafte Art uſozen Laßt mich Alles wiſſen!“
„Das Weitere liegt für jedes Ange noch im undurchdringlichen Dunkel; wenn jedoch nicht alles trügt, ſo weiß Bertha das Nähere
um Alles. Obgleich ſie gegen uns und unſere
Fragen ſtumm bleibt, ſo möchte ſie doch ge⸗ wiß ihr Stillſchweigen gegen Euch, mein edler Gebieter, brechen, wenn Ihr Euch zu ihr ver⸗ fügen wollt.“ 193
Kaum hatte der Graf dieſes vernommen, als er ſich ſchnell durch den Kreis ſeiner Ge⸗ treuen hindurch drängte, und hinauf nach ſei⸗ ner Burg und nach dem Zimmer der Kranken eilte. Furcht und Berlangen, Aufſchluß der Räthſel zu erhalten, pochten in ſeiner Bruſt und beflügelten ſeine Schritte.
Jetzt trat er in das Zimmer hinein, doch
auf den Zehen wankten ihm die Wärterinnen
entgegen und flüſterten leiſe ihm zu:„Still,
Herr Graf! ſtört die arme Krank nicht in ihrer


