Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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es, unſerm Beleidiger und Feinde zu verzeihen

und Großmuth an ihm auszuüben, und Ge⸗

rechtigkeit iſt die Verzeihung, wenn der Be⸗ leidiger dieſem Fremdlinge gleicht. Fiel mein Bruder nicht im ritterlichen Kampfe, wozu er ſelbſt dieſen Fremdling reizte? Gerechtigkeit 4 iſt es, ihm ſeinen Sieg über den unglücklichen Balduin zu verzeihen, und Pflicht iſt es für mich, der Stimme, die mich mächtig in mei⸗ 3 nem Innern zur Achtung und Bewunderung

für ihn aufruft, zu folgen und mir einen Freund, dem Vaterlande einen edeln Helden in ihm zu erhalten.

So ſprach der edle Conradin zu ſich ſelbſt und in dieſer Selbſtbetrachtung reifte ſein Ent⸗ ſchluß der Rettung ſchnell empor, der mit 3 aller männlichen Feſtigkeit der Ausführung vor des Jünglings Seele ſtand, ſo ſchwierig und gefahrvoll auch dieſe Ausführung ſein mußte.. Urach war der Aufſicht des boshaften Bodos, des Kaſtellans der Burg, anvertraut, eines in Laſtern, Bosheiten und geheimen Tücken grau