Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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gewordenen Böſewichts, ſo ſehr er auch in die Maske der Frömmigkeit ſich hüllte, das Auge ſtets gen Himmel wendete, nur ſelten den Mund zum Reden öffnete, nie ſich ein Lächeln er⸗ laubte und wie das böſe Gewiſſen nur immer leiſe und ſchüchtern umherſchlich, und auf Ge⸗ legenheit lauſchte, Böſes zu ſtiften. Dieſer ſcheinheilige Böſewicht war der Vertraute,

der Liebling und der Rathgeber von Con⸗

radins Mutter, der ihre Schwächen und bös⸗ artigen Eigenſchaften des Herzens zu manchem Böſen benutzte und durch ſie auch den Burg⸗ herrn in die Gewebe ſeiner argliſtigen Bos⸗ heit verſtrickte. Conradin war viel zu edel und gut und von jedem Laſter entfernt, als 5 er den grauen Sünder nicht hätte unver⸗

ſöhnlich haſſen ſollen. Doch hatte Bodo den Haß des edeln Jünglings ſehr deutlich be⸗ merkt, und um ſich vor den nachtheiligen Folgen dieſes Haſſes ſicher zu ſtellen, hatte er durch geheime Tücke dem edeln Sohne das Herz ſeiner Eltern geraubt und Argwohn

und gehäſſige Gefühle gegen ihn. danzin ge⸗ Erſte Serie. IX. Band.