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Lebens, und verweigere ſein Ohr meinem let⸗ ten Gebete.“
„Amen! Amen!“ ſtöhnte Wnthilds unier
ihren glühenden Küſſen hervor, indem ſie ihn mit wilder Gluth feſter an ſich drückte, und ihr bethränter Blick in dem ſeinigen erloſch. „Willig und froh kette ich mein Schickſal an das Deinige,“ fuhr ſie nach einer langen feu⸗ rigen Umarmung fort,„im Leben und im Tode bin ich Dein auf ewig, und durch Un⸗ glück und Gefahr bin ich Deine treue Ge⸗ fährtin auf dem Pfade des Lebens. Die Stunde ertönt, die uns zur Freiheit ruft, wir dürfen hier nun nicht länger verweilen; ich eile, das Nöthige zu meiner und Deiner Sicher⸗
heit zu beſorgen, in wenigen Augenblicken bin
ich wieder hier.“ Schnell ſchlüpfte ſie davon, und in weni⸗
gen Minuten ſtand ſie als blühend ſchöner
Jüngling im braunen Pilgerkleide wieder vor
ihm und winkte den erſtaunten Herrmann in ihre offnen Arme. Berauſcht von hoher Wonne
und Entzücken ſank er an ihren hochempor⸗
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