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die Freiheit, wenn Du ſie nicht mit mir thei⸗
leſt; denn ſo wahr meine Seele lebt, ich ver⸗ laſſe dieſes Felſengrab nur mit Dir. Das Schickſal meines Lebens liegt in Deiner Hand, ein Blick von Dir entſcheidet über mich, und willſt Du die Wunde, die Du meinem armen Herzen ſchlugſt, nicht wieder heilen, ſoll ich Dir mit meiner Freiheit nicht auch mein höch⸗ ſtes Glück verdanken dürfen, ſo bleibe ich hier
und erwarte entſchloſſen den Tod. Entſcheide
ſanft über mich und beſtimme meinen Ent⸗ ſchluß.“
Es war geſchehen, was die ſchlaue Ver⸗ führerin voll Innigkeit gewünſcht hatte, und die Gewißheit dieſes erfüllten Wunſches be⸗ ſeelte ſie mit hohem Entzücken; ſie wollte nicht allein über Herrmann ſiegen, ſie wünſchte feurig auch geliebt zu ſein, und im vollſten Maaße ward ihr jetzt dieſes heißerſehnte Glück zu Theil, das ſie in dem ſchrecklichen Gefühl ihrer Un⸗ würdigkeit bisher nur mit Zittern und banger Furcht zu wünſchen und zu hoffen ſich er⸗
kühnte. Ueberraſcht, beſchämt, verwirrt und 2*.


