Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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ihrem Auge brach, der den Ton ihrer Stimme

ihm, und indem ein Strom von Thränen aus

dämpfte, ſprach ſie ſanft zu ihm:Ich komme,

theuerer Herrmann, mein Verſprechen zu lö⸗ 3 ſen und Euch von Euern Feſſeln zu befreien. Seid frei! fliehet und gedenkt der armen ver⸗ laſſenen Mathildis im Segen!

Ueberwältigt von ſeinen ſtürmiſchen Ge⸗ fühlen ſchlang Herrmann den Arm mit Feſſeln belaſtet um ſie herum, indem er entzückt zu ihren Füßen niederſtürzte und mit ſchwärme⸗ riſchem Feuer ausrief:Du Theuere willſt aus dieſen Feſſeln mich befreien und ſchlägſt dafür mein Herz in neue Bande, die keine Macht des Himmels und der Erde zerreißen kann. Nur meine Hand wird durch Dich frei, mein liebendes Herz bleibt ewig an Dich ge⸗ feſſelt. Höre mich, Du Holde, in dieſer ern⸗ ſten feierlichen Stunde, die über mein Loos entſcheidet. Ich liebe Dich voll heißer unbe⸗ grenzter Zärtlichkeit, mein Herz kennt kein Glück der Erde, als nur Dich und Deinen Beſitz. Vergebens winkt mir durch Dich jetzt