Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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gewaltſam zuſammenpreßten. Doch allmählig

legte ſich dieſer Sturm wieder und zerſchmolz in ſtille Wehmuth. Lindernd ſtrömten ſeine Thränen, die letzten, die er der treuen Liebe zollte, herab, und endeten den Kampf mit ſeinem Herzen, worin Mathildis ſiegte. Die fürchterliche Kriſis in ſeinem Innern war vorüber, der Sturm war verhallt und mit dieſem ſeine ſchmerzvollen Klagen um Adel⸗ heids Verluſt, mit Rieſenſchritten reifte ſein emporkeimender Entſchluß, Adelheids Bild gänzlich aus ſeiner Seele zu verbannen, und ſich voll Liebe und Zärtlichkeit einzig nur an Mathildis anzuſchmiegen, indem er ſich vor ſich ſelbſt dadurch zu rechtfertigen ſuchte, daß nur Adelheid die Schuldige ſei, daß er ihr

ſtets geblieben und der Betrogene ſei. So

betäubte er die richtende Stimme in ſeinem

Innern durch Selbſttäuſchung, ohne es zu

bemerken, daß er nur der Selave blinder Leidenſchaft war, der vorſätzlich ſich ſeine beſſere Ueberzeugung hinwegklügelte, und nicht Muth und Kraft genug beſaß, ein edler Mann