den den Schrecken der Verzweiflung noch hohe Wonne ertheilen. O dreimal glücklich, be⸗ neidenswerth iſt der Mann, dem dieſes ſüße 3 Lächeln mehr als Mitleid verkünden dürfte, und wehe dem, der nur dieſes erwarten darf, imñ hoffnungsloſen Schmachten wird er der
verzehrenden Flamme ſeines Innern zur Beute⸗
1 Wie gern will ich noch länger dieſe Feſſeln tragen, wenn ich nur hoffen darf, Dich, Du
Theuere, wieder zu ſehen; allein Du ſelbſt
geſtehſt, daß von allen Seiten Verräther Dich umlagern, uns droht Gefahr, und voll banger Ahnung flüſtert mir mein Herz zu: Mathildis wird nicht wiederkehren, nie wirſt Du Dich wieder in ihrem ſchönen Auge ſpiegeln.“
Eben dieſe Zweifel und dieſe Beſorgniſſe, die ihr für Herrmanns Zuneigung bürgten, hatte die liſtige Verführerin gewünſcht, ſie füllten ihre Bruſt mit hoher Freude und voll
Feuer erwiderte ſie ſchnell:„Seid ruhig, theu⸗ rer Herrmann, um Euerer Rettung willen trotze ich muthig jeder Gefahr, voll Muth und feſter Entſchloſſenheit biete ich jedem


