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eilte, ſich auf ſein Roß Achung⸗ und über die
Ebene dahin jagte.
Noch ſtand Herrmann und blickte dem ge⸗ liebten Vater nach, bis ihn der Nebelduft des Morgens ſeinen Augen entzog. Noch kämpfte er mit den ſchrecklichen Gefühlen, die des Va⸗ ters Erzählung in ſeinem Innern aufgerüttelt hatte, bis der Strahl der Morgenſonne die Nebel der Dämmerung verſcheuchte und ſei⸗ nen Blick ſchmachtend nach der Gegend hin lenkte, wo in blauer Ferne die Felſen der Wetterburg ſich empor thürmten. Da ſchmolzen ſeine wilden Gefühle in die ſanftern Gefühle der Wehmuth, und in tiefen Schmerz verſenkt, führte ihn ſeine Phantaſie an die Seite der
geliebten Adelheid, von der ihm ein feindliches
Geſchick auf immer loszureißen ſchien. Von Thränen umdüſtert hob ſich ſein Auge
empor, da erblickte er in der Ferne eine weib⸗
liche Geſtalt, die mit beflügelten Schritten durch das Thal herüber eilte, und höher ſchlug ſein Herz von bangen Ahnungen erfüllt,


