Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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gegen ſeine Bruſt, als er die treue Bertha erkannte. 4 8

Traurig und in dem ſchrecklichen Kampfe mit den Qualen hoffnungsloſer verſchmähter Liebe eilte Urach der Wilde nach ſeiner Burg zurück, nachdem die Dunkelheit des Abends und Adelheids Bitten um Schonung des Ge⸗ liebten dem furchtbaren Streite, den er vor Konrads Felſenburg mit dem verhaßten Herr⸗ mann kämpfte, Einhalt that, aber ſeinen Zorn gegen Herrmann nur mehr entflammt hatte. Erſchrocken bebten der Burgvogt und Urachs Knechte zurück, als dieſer erſchien, und bleich und entſtellt, wie ein Geſpenſt des Grabes, vom Roſſe herabwankte. Sein hohles Auge rollte fürchterlich umher, und ſeine Getreuen zitterten zum erſten Male vor ihrem Gebieter und ſeinen wilden Mienen. Schüchtern folg⸗ ten ihm die Knappen nach ſeinem Gemach, um ſeine Befehle zu hören, aber in düſteres Stillſchweigen verſunken, ſchwebte kein Laut