Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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bedurfte keiner vielen Mühe, mir hierüber Gewißheit zu verſchaffen.

Meine Vermuthung war gegründrt. Das ſanfte Erröthen des jungen Pilgers, als ich einſt im Vertrauen ein kühnes Wort fallen ließ, das nur der Mann dem Manne ſagt, die ſüße Schwärmerei, worin ich ihn einſt mit dem Bilde eines jungen Ritters beſchäftigte, überraſchte, und der geheime Widerſtand des ſchlau verhüllten Buſens an meiner Bruſt, als ich den ſchönen Jüngling als Freund umarmte; dieſes Alles überzeugte mich auf das Lebhafteſte, das ich ein Mädchen vor mir ſah. Doch ehrte ich um ſo mehr des ſchönen Mädchens Schweigen, ſchien ferner nur einen Jüngling in der Pilgerin zu erkennen, und gelobte ihr heimlich meinen Schutz, als ich mit Schrecken die Bemerkung machte, daß der Patron des Schiffes das Geheimniß ihres wahren Geſchlechtes ebenfalls errathen hatte, und von ſchnöder Luſt durchglüht im Stillen einen Plan gegen ſie entworfen zu haben ſchien, um ſie ſeinen wollüſtigen Begierden zu