Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

170 opfern, weshalb ich insgeheim meine Hand mit einem Dolche zu ihrem Schutze bewaffnete.

Wind und Wellen waren indeſſen unſerer Fahrt öfters ſo ungünſtig, daß wir nach acht⸗ zig Tagen voll Ungemach und banger Furcht von dem Sturm zum dritten Male verſchlagen und nach Limiſſo's Port geſchleudert wurden. Das Ungewitter verzog ſich, und in dem ſchönſten Glanze des Abendroths ſank die Sonne in die weſtlichen Fluthen hinab. Ge⸗ lockt von Cyperwein ſtieg das Schiffsvolk an das Land, jedoch der junge Pilger blieb zu⸗ rück, und ich konnte mich um ſo weniger dazu entſchließen, das Schiff zu verlaſſen, weil außer dem Schiffspatron die wenigen Leute, welche zurückgeblieben waren, der Ruhe ſich überließen.

Hand in Hand verſchlungen ſaß ich mit der Pilgerin auf dem Verdecke in traulichen Geſprächen, bis der Mond über Cyperns Ge⸗ birge heraufſchwebte, und die Nacht mit ihrem düſtern Schleier über die Küſte ſich ausbrei⸗ tete, wo ſie ſich entfernte. Da mein Schlaf⸗