Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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Sturm der Gefühle ſich legte, und gleich dem Wogenſturz der von dem hohen Klippenfelſen hinabranſcht, und ſich im Blüthenthale in die mildern Wellen des ſanftmurmelnden Wieſen⸗ bachs auflöſt, ein ſanfter wogendes Entzücken wohlthätig ihre Buſen durchwallte, und ihre wonnetrunkenen Sinne zurückrief, um die hohe Freude ganz zu fühlen, die durch Bewußtſein erſt ihren ganzen ſchönen Werth erhielt. Jeetzt erſt erhielt das Entzücken der beiden Glücklichen Worte, und ihre Freude erſchöpfte ſich in gegenſeitigen Fragen, die eine Trennung von zwanzig trauervollen Jahren ſo ſehr an⸗ gehäuft hatte, daß pfeilſchnell und unbemerkt

die Stunden der Nacht über Vater und Sohn dahinrauſchten.

„Mein Vater,“ unterbrach Herrmann jetzt die Erzählung ſeines Vaters,„Ihr ſagt, daß Ihr ſchon ſeit fünf Tagen das Baierland und dieſe Gegend durchirret, und noch iſt Eure gekränkte Ehre das Spielwerk nichtswürdiger Buben? Habt Ihr nichts gethan, die Euch zugefügte Schmach und Schande von Euch zu