Haß und Feindſchaft geſchworen? Noch geſtern bat mich der edle Vater, wenn mein Herz noch frei ſei, es mit meiner Hand ſeinem edel⸗ müthigen Freunde, dem Retter ſeines Lebens und ſeiner Ehre, dem tapfern lirach dem Wil⸗ den zu ſchenken, und durch dieſe Wahl ſein Greiſenalter zu beglücken. O wüßte mein BVater, wie tief dieſe Bitte mein armes Herz darnieder beugte, wie höchſt elend ich mich fühle, daß mein Herz dieſer Wahl, ſo gut und tadellos ſie auch immer iſt, nicht beiſtim⸗ men kann! O gute Bertha! ſprich, wo ſoll ich Ruhe, wo ſoll ich Troſt finden?“
„In der Liebe, in dem Edelmuthe Eures guten Vaters, der nichts eifriger wünſcht, als Euch ganz glücklich zu machen, und der ſehr gern einen Wunſch wieder aufgeben wird, wenn deſſen Befriedigung Euch nicht glücklich macht. Vergeßt nicht, traute Adelheid, daß Euer Vater viel zu edel denkt, als daß er Euch zu einer Wahl bereden oder zwingen könnte. Er bat ja nur, und willig wird er
Eurem Herzen die Wahl des künftigen Gatten


