Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

29

er auf des Gegners Haupt, er ſank zu Bo⸗ den, und das gezückte Schwert des Siegers ſchwebte über ihm, um ihm den Todesſtoß zu geben.Seid menſchlich! flehte der Ueber⸗

wundene im Staube,ſchenkt mir das Leben,

und gern widerrufe ich vor allem Volk, was meine Zunge gedungen log; laßt mir das Leben, edler Feind! undegern bekenne ich Alles, was zu der Läſterung gegen den ſchuldlos Angeklagten mich vermochte.

Wohlan! rief der Sieger ihm zu, in⸗ dem er ihn vom Boden aufrichtete,bekenne hier vor Gott und unſerm Kaiſer, vor dieſen edeln Rittern und vor allem Volk, daß Deine Anklage Läſterung und Lügen war, bekenne, was zu dieſem Frevel Dich verleitete, und ich ſchenke Dir das Leben!

Eine tiefe Grabesſtille lag über der Menge verbreitet, jedes Ohr lauſchte auf das Bekennt⸗ niß des Fremdlings und kein lauter Athem⸗ zug unterbrach das tiefe Schweigen der lau⸗ ſchenden Menge.

Vernehmt es Alle! begann der Ueber⸗