dem er ſich unwillkürlich voll Freundſchaft nach dem Fremdling hingezogen fühlte. Trau⸗ lich ſaß er an der Seite des Gaſtes, und er⸗ leichterte ſein tiefgebeugtes Herz durch die Erzählung ſeiner Leiden. Theilnehmend hielt ihn der Fremdling umfaßt, und ſein ſanftes Auge ſchwamm in Thränen des innigſten Mitgefühls bei Konrads Erzählung. Doch ſchnell riß er ſich aus des Grafen Armen em⸗ por, als dieſer Wehe über den Mörder ſeines Weibes und ſeiner Kinder, Tod und Ver⸗ derben über Rudolph von Adlerhorſt ausrief, und mit beflügelter Stimme rief er aus: „Graf, flucht Rudolph nicht! Ihr ſeid vom Irrthum bethört! Rudolph war kein Böſe⸗ wicht, er trug nſhuldia den Schein von jener Frevelthat! Wißt es, der Mörder Eurer Kin⸗ der iſt auch der Fkinfr meiner Ehre, meines Glücks, und ihm, ihm allein gilt jenes den⸗ tungsvolle Bild auf meinem Schild⸗ für ihn iſt jener Dolch der Rache gezückt.“
„Erklärt Euch deutlicher,“ erwiederte Kon⸗
rad, indem er den Gaſt verwunderungsvoll 2*†


