Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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anſtaunte,ſoll ich Euren Worten trauen, ſo überzeugt mich von meinem Irrthum. Das darf ich nicht, fiel ihm der Fremd⸗ ling ein,mit meiner Ritterehre verbürge ich Euch die Wahrheit meiner Worte, und wieder⸗ hole es Euch: Ihr ſchwebt in einem fürchter⸗ lichen Irrthume, Rudolph von Adlerhorſt trägt unſchuldig den Schein von fremder Schuld. In frecher Ruhe und Sicherheit lebt der Mör⸗ der Eurer Kinder und meiner Ehre verborgen, und freut ſich ſeines gelungenen Frevels. Ewig wird ſein Name in meinem Herzen glühen, bis der Durſt nach Rache gelöſcht iſt, aber nennen darf ich ihn Euch nicht, denn ein fürchterlicher Eid hält meine Zunge gefeſſelt. Laßt Euch jedoch das nicht kümmern, die Rache ſchleicht, doch trifft ſie ſicher, und hat

ſie einſt den ſichern Böſewicht erreicht, dann ſollt Ihr ſeinen Namen wiſſen und Euren Irr⸗

thum bereuen. Nur flucht dem unglücklichen

Rudolph nicht! 1 Gefliſſentlich brach der Gaſt dieſes Ge⸗

ſpräch ab, und um Konrads etwaigen Fragen