legenheit. Der Wächter ſtieß in's Horn, und
meldete die Ankunft eines fremden Ritterr. Dieſe Botſchaft trennte den Faden der
Unterhaltung zwiſchen Vater und Tochter, in⸗ dem der Graf ſich anſchickte, den Gaſt zu empfangen. Die Thüre öffnete ſich, und herein trat der Fremde in ſchwarzer Rüſtung; ein Buſch ſchwarzer Federn wogte von ſeinem
Helm herab, und auf dem ſchwarzen Schild
erblickte man eine Hand, die aus einer Wolke herab den Dolch nach einem Herzen zückte. Mit großer goldner Schrift umgaben dieſes dunkle deutungsvolle Bild die Worte:„Die Rache ſchleicht, doch erreicht ſie den Verbrecher gewiß.“
Von Verwunderung gefeſſelt ſtand der Graf, und ſtaunte den Fremdling an, der in ſeiner ſchwarzen Waffenkleidung, dem Genius der Rache gleich, vor ihm ſtand.„Die Rache ſchleicht!“ wiederholte Konrad mit halblauter
Stimme in heftiger Bewegung, das Auge auf
die Schrift des Schildes geheftet,„die Rache ſchleicht! doch erreicht ſie den Verbrecher
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