Teil eines Werkes 
1. Bd. (1850)
Entstehung
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einem glühenden Kuſſe auf den ſeinigen.Euer

Glück! theuerer Vater! ſtammelte ſie, aiſt mein größter Wunſch, gern würde ich dieſem Alles, was mir theuer iſt, aufopfern, und mein Glück in dem Euren finden. Ein Thränenſtrom unterbrach ihre Worte, und lautſchluchzend weinte ſie an dem Halſe des beſten Vaters.

Nein, holde Tochter! erwiderte Konrad,

aufopfern ſollſt Du meinem Wunſche nichts,

wenn dieſes Opfer Dich ſelbſt nicht glücklich macht. Doch ſprich, mein Kind, was iſt Dir, wie ſoll ich mir die Heftigkeit Deiner Bewegungen und dieſe Thränen deuten?

Laßt mir Zeit, mein Vater, mit meinem Herzen eins zu werden, erwiderte Adelheid, und verbarg ihr Geſicht an ſeinem Buſen. Mit ängſtlicher Verlegenheit ſahe ſie den fer⸗ nern Fragen ihres Vaters entgegen, die ſie um keinen Preis der Wahrheit gemäß mit Aufrichtigkeit beantworten durfte; doch ein glücklicher Zufall befreite ſie von dieſer Ver⸗