Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
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doch Deſſalines entdeckte ihn und gerieth auf die Idee, dem Ungluͤcklichen eine Todesart zu beſtimmen, die mit ſeiner Profeſſion einige Aehn⸗ lichkeit haͤtte. Er ließ ihn daher zwiſchen zwei Bretter ſpannen, und Fe ihn lebendig auseinander ſaͤgen.

Biaſſou, das Oberhaupt der Barbaren belohnte ihn fuͤr dergleichen unmenſchliche Grau⸗ ſamkeiten mit dem groͤßten Beifalle und mun⸗ terte ſeine Rotten auf, dem Beiſpiele dieſes Un⸗ geheuers zu folgen. Biaſſou hatte ſein Haupt⸗ quartier in einer Zuckerplantage aufgeſchlagen⸗ wohin alles Gold⸗und Silberzeug, Porcellain, Uhren, Juwelen, Waͤſche, Waffen und alles, was die Barbaren erbeuteten, zuſammen ge⸗ bracht und an gewiſſen beſtimmten Tagen ver⸗

haͤltnißmaͤßig vertheilt wurde, ſo daß diejeni⸗

gen, welche die groͤßten Grauſamkeiten und Mordthaten veruͤbt, die meiſten Huͤtten ange⸗ zuͤndet und am meiſten gewuͤthet und geraubt hatten, das Anſehnlichſte von der Beute erhiel⸗ ten und von Biaſſou zu hoͤhern Yoſten be⸗ foͤrdert wurden.

Deſſalines wußte es durch ſeine bei⸗ ſpielloſe Grauſamkeit und Mordluſt immer ſo einzurichten, daß er unter denen, welche die

ſcheuslichſten Thaten ausgefuͤhrt hatten, oben

an ſtand, und mit den Lobeserhebungen des