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ſchaͤndlichen Biaſſou auch immer die anſehn⸗ lichſte Belohnung erhielt. Damit war er jedoch nicht zufrieden, ſeine unerſaͤttliche Habſucht und ſein Ehrgeiz ſpornten ihn an, ſich durch eine ausgezeichnet grauſame That die Gunſt des Oberhauptes der Barbaren und deſſen Beloh⸗ nung in einem vorzuͤglich hohen Grade zu er⸗ werben, und die Gelegenheit hierzu bot ſich ihm bald genug dar.
Eine Expedition von Wichtigkeit noͤthigte eines Tages das Oberhaupt der Schwarzen, auf einige Tage von ihnen ſich zu entfernen, und Deſſalines benutzte die Abweſenheit deſſelben, ſeinen Plan auszufuͤhren. Er uͤber⸗ fiel ploͤtzlich eine Gegend der Inſel, die bisher von den Verheerungen der Barbaren verſchont geblieben war. Schrecklich wuͤthete ſeine Mord⸗ luſt mit Feuer und Schwerdt umher, und auſſer den zahlreichen Leichen, welche die Gegend deck⸗ ten, fuͤhrte er dreihundert Gefangene, welche groͤßtentheils aus huͤlſloſen Weibern, Maͤdchen, Kindern und ſchwachen Greiſen beſtanden, ſchwer mit Feſſein belaſtet in Biaſſou's Lager zu⸗ ruͤck. Den Tag vor der beſtimmten Ankunft des Oberhaupts der Inſurgenten, ließ Deſſa⸗ lines dieſe unglüuͤcklichen Schlachtepfer ſeiner Grauſamkeit, qualvoll hinrichten und ihre Koffe
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