oͤber ihnen zu ſchweben und ihren Untergang be⸗ ſchloſſen zu haben..
Was ſollte Herrmann beginnen? wozu ſollte er ſich jetzt entſchließen, um dem Untergange zu entrinnen?— Nur ein gewagtes gefaͤhrliches Unternehmen, ſchien die Rettung möͤglich zu machen, und Herrmann zoͤgerte nicht, ſich zu dieſem Wagſtuͤcke zu entſchließen.
Vergebens umklammerte ihn Agneſe mit Todesangſt, um ihn davon zuruͤckzuhalten. „Wollen wir hier, von aller menſchlichen Huͤlfe entfernt, elend verſchmachten?— rief er ihr zu,— oder wollen wir es ruhig abwarten, bis Dein Vater uns hier entdeckt und ſeine Henker abſchickt, uns zu morden? Sey unbeſorgt, noch iſt der Rachen nicht ſo weit entfernt, daß ich nicht die Hoffnung naͤhren ſollte, ihn durch Schwimmen zu erreichen und ihn zuruͤckzubrin⸗ gen. Wir haben jetzt weiter keine Wahl! laß mich! der Gott der Liebe wird mich ſchuͤtzen.“
Er druͤckte einen brennenden langverwei⸗ lenden Kuß auf Agneſens Lippen, riß ſich aus ihren Armen los und ſtuͤrzte ſich in den See hinab, indem er mit aller Anſtrengung ſeiner Kraͤfte die Wellen durchſchnitt um den Nachen
zu erreichen. Doch Sturm und Wellen waren ihm entgegen, huͤlflos kaͤmpfte er gegen dieſel⸗ 4 ben, ſeine Kraft war bald erſchoͤpft, ſein Ange


