nimmt. Hinweg mit dieſen Beſorgniſfen! u
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heelen, Herrman, daß mein Herz von fuͤrchter⸗
lichen Ahndungen geaͤnſtigt wird, es waͤre ſchreck⸗ lich, wenn ſie in Erfuͤllung giengen. Laß uns unſere Flucht wenigſtens aufſchieben, kehre zu⸗ raͤck nach Deiner vaͤterlichen Burg, wenige Stun⸗ den werden hinreichend ſeyn, Dich mit dem Noͤ⸗
thigen zu einer ſo weiten Reiſe zu verſorgen.
Dann komm zu mir zuruͤck und mit Freuden werde ich Dir folgen.
Heurinafn. Wird es alsdann auch noch Zeit dazu ſeyn? Agneſe! ich bin ſo mißtrauiſch gegen die Tuͤcken des Schickſals geworden, daß ich nur dem Augenblicke traue, der da iſt. Weißt Du auch, daß rings umher die Mieth⸗ linge Deines Vaters mich umgeben, um mich zu fangen und der Rache unſers Verfolgers zu uͤberliefern? Auch mein Herz wird von bangen ahndungsvollen Gefuͤhlen gefoltert, und leiſe fluͤſtert mir mein Inneres zu: jetzt oder nie!
Agneſe. Wenn unſere erſchoͤpfte Kraft auch wirklich zureichen ſollte, uns nach Schwa⸗ ben zu bringen, wird alsdann auch Dein Oheim
unſern Bitten ſein Ohr und ſein Herz oͤffnen? wie, wenn er hart genug waͤre, die Flüchtlinge
vor ſeiner Thuͤre zuruͤckzuſtoßen?
Herrmann. Das wird er nicht; und waͤre es auch, ſo wird die Erde doch noch irgend⸗
wo ein Plaͤtzchen fuͤr uns haben, das uns


