Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
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. auch alles wohl erwogen, ehe wir ein Wagſtuͤck beginnen, das uns Beide ſehr leicht ungluͤcklicher machen koͤnnte, als wir es jetzt ſind?

Herrmann. Koͤnnen wir wohl noch un⸗ gluͤcklicher werden, als wir es jetzt ſind? Wir haben nichts mehr zu verlieren und alles zu ge⸗ winnen. Nur die Trennung von Dir iſt Un⸗ gluͤck fuͤr mich, moͤgen die Stuͤrme eines widri⸗ gen Geſchicks um mich toben, mit Dir vereinigt werde ich ſie nicht achten, ſondern mit maͤnnli⸗ chem Muthe und mit Kraft ihnen Trotz bieten. Blicke um Dich, Agneſe, rings umher lauert Tod und Verderben auf uns, und nur die Flucht kann uns retten,. Agneſe. Blicke auf mich und auf Dich. Wir Beide ſind nicht anf einen ſo weiten Weg vorbereitet, Krankheit hat unſere Kraͤfte aufge⸗ zehrt, ſchwach und von den nothwendigſten Be⸗ duͤrfniſſen des Lebens entbloͤßt, wollen wir uns den Launen eines ungewiſſen Schickſals Preis geben. Herrmann.(einfallend) Um dem gewiſſen Untergange zu entrinnen. 3. Agneſe. Wir nehmen nichts mit als un⸗ ſeoere Liebe. Herrmann. Was beduͤrfen wir noch, woeenn dieſe uns leitet? ¹ Agneſe. Wird ſie uns auch vor Hunger und Bloͤße ſchuͤtzen. Ich darf es Dir nicht ver,