Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
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Agneſe! blicke herab zu mir! Herrmann, Dein

die Hoffnung umſchlungen, daß dort ſeine ge⸗ liebte Agneſe ſchmachte. Mit unendlicher Liebe flog ſein Herz uͤber die Waſſerſlaͤche hinuͤber,

und mit Freuden wuͤrde er ſein Leben in einen ſchmeichelnden Hauch aufgel! oͤſt haben, um auf

dem Athem der Abendluͤfte zu der Geliebten

hinuͤber zu ſchweben. Voll heißer Sehnſucht

blickte ſein Auge uͤber den See hin, kaum konnte

er den Augenblick erwarten, wo Velt wieder zu⸗

ruͤckkehren wuͤrde, jeder zoͤgernde Augenblick trieb

ſeine Ungeduld und ſeine Sehnſucht hoͤher empor,

und freudig heb ſich ſein Buſen, als er endlich

in dem Schimmer des Mondes den Nachen wie⸗

der erblickte, der langſam die leichten kraͤuſeln⸗

den Wellen des Sees durchſchnitt und lich dem Ufer naͤherte.

Herrmann verbarg ſich in das niedrige Ge⸗ buͤſche, das den See umgrenzte, und kaum hatte Deit den Nachen an dem Ufer in dem achilfe mieder verborgen und ſich entfernt, ſos ſprang Herrmann hinab und ruderte uͤber die ſpielen⸗ den Wellen des Sees dahin dem Thurme zu..

Schon in der Ferne erblickte er die weiße ſchimmernde Geſtalt der Gellebten an dem Fen⸗ ſer.Agneſe! rief Herrmann ihr zu,

Reiter, Dein Geliebter naht: und leiſe brahren ihm die Abendwinde auf Seufzern der Liebe ſeinen Namen zuruͤck.