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Forſchend blickte Herrmann nach der Ge⸗ gend hin, von welcher das Geraͤuſch ſich zu naͤ⸗ hern ſchien, und tiefer zog er ſich in das Ge⸗ buͤſch zuruͤck, als er eine maͤnnliche Geſtalt er⸗ blickte, die er, bei dem ſpaͤrlichen Schimmer des aufgehenden Mondes, fuͤr Ruprechis alten Knappen Beit erkannte, der mit einem Korbe voll Speiſen ſchuͤchtern durch das Dickicht daher ſchlich und nach dem Ausgang des Waldes ſei⸗ nen Weg hinnahm.
Piotzlich drang ein neuer Strahl von Hoff. nung, bei Veits Anblicke, durch das furchtbare Dunkel, welches die Seele des ungluͤcklichen Herr⸗ manns umduſterte. Leiſe ſchlich er dem alten Knappen in einiger Entfernung nach, und ſeine
Vermuthung naͤherte ſich der Gewißheit, als er.
bemerkte, daß Beit nach dem Ufer des See's hinſchritt und einen dort befeſtigten Nachen los⸗ band, in welchem er nach dem alten Thurme hinruderte, der ſich der Ferne aus dem Waſſer empor hob.
„Guter Gott!— ſeufzte Herrmann aus gepreßter Bruſt zum Himmel auf,— laß meine frohe Hoffnung mich nicht taͤuſchen, und mein ganzes Leben ſoll dir voll Dank geweiht ſeyn!“ Fefſt und innig, wie der Ungluͤckliche, der in dem Sturme der empoͤrten Wellen das Felſen⸗
ſtuͤck umfaßt, das ihm Rettung von dem dro⸗: henden Untergange verſpricht, hielt Herrmang
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