Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
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iſt, laßt ab von dieſer Haͤrte! Ihr wißt nicht, wozu ſie mich in meiner ſchrecklichen Verzweif⸗ lung fuͤhren koͤnnte, um einem furchtbaren Ge⸗ luͤbde Folge zu leiſten, das mich der Verdamm⸗ niß Preis geben muͤßte. Gebt mir Agneſen! reicht Euerm Feinde die Hand zur Verſoͤhnung und gebt mich dem Himmel wieder, uͤberlaßt mich nicht den Qualen der Hoͤlle.

Bernhard.(mit wilder Wuth.) Schweig, Nichtswuͤrdiger, und reize meinen Zorn nicht noch mehr. Und ſollte ich Dich als ein Gerippe zu dem Altare ſchleifen, ſo muß Ubalds Tochter Dein Weib werden. Soll ich vergebens meinen Stolz aus Liebe fuͤr Dich aufgeopfert und Freund⸗ ſchaft mit einem Manne geknuͤpft haben, den ich haßte? Alles iſt auf deine Verbindung vorbe⸗ reitet, und dreifaches Wehe, Fluch und Verder⸗ ben uͤber Dich, wenn Du ez wagſt, mich zum Luͤgner zu machen und mich der Schande Preis

zu geben.. Mit zorngluͤhenden, Augen ſtieß er Herr⸗ mann zuruͤck und ſtuͤrmte hinaus in das Freie,

woo ſeine Mannen ihn erwarteten, um Ruprechts

Grauſamkeiten Einhalt zu thun. Herrmanns Zuſtand war uͤber jeden Aus⸗ druck ſchrecklich und empoͤrend, er kaͤmpfte mit allen Schrecken der Verzweiſlung, die ihn unter den furchtbarſten Quaſen gaͤnzlich aufzureiben

drohten. Jetzt war auch der letzte ſchmeichelnde

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