Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
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machen wuͤrde. Blicke dorthin, ſiehe ſelbſt die Greuel der Verwuͤſtung, hoͤre das Jammern und

Wehklagen meiner ungluͤcklichen Vaſallen, das iſt Ruprechts Werk, und ſo lange ich Athem ha⸗ be, wird meine Rache den Boͤſewicht verfolgen.

Herrmanu. Vater! ſpricht keine Stimme mehr in Euerm Herzen fuͤr Euern Sohn? macht mich nicht ungluͤcklich, gebt mich nicht der Ver⸗ zweiflung Preis. Ihr habt mir das Leben ge⸗ geben, wollt Ihr, daß ich den Augenblick ver⸗

wuͤnſchen ſoll, wo ich dieſes Geſchenk von Euch

erhielt? Bernhard. Thue es, wenn Du frech genug biſt, den Fluch des Himmels auf Dich

ſelbſt zu laden.

Herrmann. Vater! nein, nie kann der Himmel ein Band verfluchen, das er ſelbſt um

mich und Agneſen gewebt hat, und das keine

Macht der Erde je wieder aufzuloͤſen vermag. Bernhard. Mein Fluch treffe Dich und

verfolge Dich bis an die Enden der Erde, wen Du dieſer unſeligen Leidenſchaft in Deinem Her⸗

zen ferner noch Raum giebſt. Eher wuͤrde ich Dich elend dahin ſchmachten ſehen und Dir ſelbſt

den Dolch in das Herz ſtoſſen, als daß ich meine Einwilligung zu dieſer Verbindung gaͤbe.

Herrmann.(in dem Tone der Verzweiftung.) Vater! ich beſchwoͤre Euch bei allem, was beuig

Magazin IV. E

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