Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
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nen und mit der Nachricht hereintrat, daß Ru⸗ precht mit ſeiner Schaar in das Thal eingedrun⸗ gen ſey, und die furchtbarſten Verwuͤſtungen anrichte.

Fluch und Verdammniß uͤber das Haupt dieſes Boͤſewichts! rief der Graf aus, als er zu dem Fenſter trat, und die Flammen der angezuͤndeten Huͤtten und die dicken Dampf⸗ wolken erblickte. Ruͤſtet Euch zum Streit! der Nichtswuͤrdige ſoll meine ganze Rache fuͤhlen

Gerechter Gott! rief Herrmann er⸗ ſchrocken aus, indem er an der Seite ſeines Va⸗ ters hinabblickte in das Thal, wie ſoll ich mir dieſes deuten? das that Ruprecht? nimmermehr! ſagtet Ihr mir nicht, mein Va⸗ ter, daß Ihr mit ihm ausgeſoͤhnt ſeyd, und den Bund der Freundſchaft mit ihm geknuͤpft

habt?

Bernhard.(mit ſteigender Verwunderung) Mit wem? Herrmann. Mit Ruyrecht, deſſen holde

Tochter Agneſe mir ſo eben von Euch zur Gat⸗

tin zugeſagt ward.. 8 Bernhard. Biſt Du von Sinnen? Herrmann. Vater! ich verſtehe Euch

nicht. Sagtet Ihr nicht ſelbſt, daß Ihr meine

heiße Leidenſchafe fuͤr Agneſen erlauſcht habt, daß Ihr ſie billigt und bereit ſeyd, mich durch den Beſitz dieſes holden Mädchens dem Grabe

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