Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
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und ihre Tugend erheben ſie zu dem Stolze un⸗ ſerer Gegend, und mit Freuden nehme ich ſie zur Tochter an. Es iſt zwar allerdings wahr, daß mein Groll gegen ihren Vater Dich zuruͤck⸗ ſchrecken mußte, Dich mir anzuvertrauen; allein kannteſt Du mich denn ſo wenig, daß Du nicht haͤtteſt uͤberzeugt ſeyn koͤnnen, daß ich aus Liebe zu Dir meinen Groll haͤtte aufgeben und Deine Wuͤnſche kroͤnen ſollen?

Herrmann. Mein beſter, guͤtigſter Va⸗ ter! hoͤre ich auch recht? iſt es kein ſuͤſſer Traum, der mich bethoͤrt? Ihr kennt meine Liebe, und mißbilligt ſie nicht?

Bernhard. Wie koͤnnte ich das? nein, mein Sohn, ich ehre Deine Liebe, Agneſe ſey Dein, ich bin ausgeſoͤhnt mit ihrem Vater, und habe ihn mit Deiner Liebe vertraut gemacht. Er willigt mit Vergnuͤgen in Deine Verbindung und ich erwarte nur Deine voͤllige Geneſung, um Dich der Geliebten Deines Herzens entge⸗ gen zu fuͤhren und Euere Haͤnde auf ewig in einander zu legen..

Herrmann. O mein Vater! wie kann ich Euch jemals Euere Guͤte verdanken Ihr gebt mir das Leben zum zweitenmale; denn nur durch Agne⸗ ſens Beſitz kann das Leben wieder Reiz fuͤr mich erhalten, nur ihre Liebe kann mich begluͤcken.

Dieſes Geſpraͤch ward durch einen Knappen

unterbrochen, welcher eilig, mit verſtoͤrten Mie⸗