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Liebe und die Sorge, den Liebling ſeines Her⸗ zens und den letzten Sproͤßling ſeines Stammes dem Tode zu entreißen.
Bernhard unterdruͤckte ſeine widrigen Ge⸗ fuͤhle gegen Ubald, und wie angenehm ward die⸗ ſer uͤberraſcht, als ſein Feind eines Tages zu ihm hereintrat und ihm ſelbſt die Hand zur Aus⸗ foͤhnung und zur Erneuerung ihres Freundſchafts⸗ bundes darbot. Übald nahm dieſes Anerbieten mit Vergnugen an, und verſtand ſich ſehr gern dazu, daß die Hand ſeiner Tochter das Siegel auf das Geluͤbde ihrer erneuerten Freundſchaft druͤcken ſollte.
Mit Freuden flog BVernhard zuruͤck an das Lager ſeines Sohnes, um dieſen nach nnd nach auf die bevorſtehende Erfuͤllung ſeiner Wuͤnſche vorzubereiten und ſein krankes Herz mit Troſt und Ruhe zu erfuͤllen. Herrmanns unverdorbene Jugend und ſeine ſtaͤrkere Natur ſiegten endlich uͤber die Hartnaͤckigkeit ſeiner Krankheit und ent⸗ riſſen ihn dem Grabe wieder.
Mit feurigem Entzuͤcken ſtuͤrzte Herrmann ſeinem Vater in die Arme, als dieſer ihm ſagte, daß ihm ſeine Phantaſien den Zuſtand ſeines Her⸗ zens verrathen haͤtten, und als er ihm Vorwuͤrfe daruͤber machte, daß er ihn nicht fruͤher mit ſeiner Liebe vertraut gemacht habe.
„Agneſe iſt Deiner Liebe vollkommen werth, — ſprach er zu Herrmann,— ihre


