und ihre Voͤlker in verheerende Kriege zu ſtuͤr⸗ zen: Leidenſchaft iſt mein Name. Meine Macht war gehemmt, Morvens Vater, der edle menſchenfreundliche Cynwyn, hat in Wallis Ruhe und Wohlſtand zuruͤckgebracht, und ich war in dem Schooße des Stromes zu einer Unthaͤtigkeit verdammt, die mir ſchrecklicher iſt als alle Qua⸗
len der Hoͤlle. Ich ſtreifte in der Gegend um⸗
her, hoͤrte von Erildens Tugend und Schoͤnheit, die Lobeserhebungen von ihr entflammten mein Inneres, ich naͤherte mich ihr und fand ſie rei⸗ zender und ſchoͤner, als meine Einbildungskraft ſie mir gemahlt hatte, und feſt wurzelte der Entſchluß in mir, ſie zu der Meinigen zu ma⸗ chen. Der Ruf von ihrer mackelloſen Tugend und Unſchuld belehrte mich bald, welche Geſtalt ich zu waͤhlen hatte, um meine Abſicht zu er⸗ reichen, und mich in ihr unbewehrtes Herz ein⸗ zuſchleichen, und mit Entzuͤcken bemerkte ich, daß die Geſtalt des Ritters von dem blutrothen Federbuſche meinen Wuͤnſchen und Erwartungen vollkommen entſprach Leicht fiel Erilda in die Schlinge; ſie bemitleidete mich, weil ſie mich fuͤr ungluͤcklich hielt, Mitleid bahnte mir den Weg zu ihreme Herzen, Mitleid erzeugte Liebe, und Erilda war das Opfer dieſer verzehrenden Glut.“
„ungeheuer!— rief Erilda grauſend,— ſo warſt Du ganz Taͤuſchung?“.
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