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Du thuſt mir Unrecht,— erwiederte Je⸗ ner,— Du taͤuſchteſt Dich ſelbſt. Du hieltſt
mich fuͤr das, was Dein Herz wuͤnſchte, daß ich ſeyn moͤchte, ich bedurfte keiner großen Kunſt,
Dich zu gewinnen. Du ſelbſt ſtimmteſt gern in alle meine Abſichten, und nahmſt meine Vor⸗ ſchlaͤge eben ſo ſchnell an, als ich ſie ausſprach.“
Verzweiflungsvoll warf ſich Erilda auf die Kniee und flehte haͤnderingend um Erbarmen zum Himmel empor.
„Nicht ſo,— fuhr der Unhold fort, indem er ſie emporriß,— Dein Gebet iſt vergebens, der Himmel iſt taub fuͤr Dein Flehen!— Du trugſt Bedenken einen Mord auf der Stelle zu begehen, und gleichwohl warſt Du willig und bereit, dem, der Dir das Leben gegeben hatte, einen langſamen Tod zu bereiten. Mit einem Dolche wollteſt Du Deinen Vater nicht ermor⸗ den, aber ohne Bedenken wollteſt Du tauſend Dolche in ſeine Bruſt ſenken.“
Erilda bebte voll unnennbaren Entſetzens vor dem Ungeheuer zuruͤck, das jetzt mitten unter dem Geheule der Daͤmonen, die ſich aus den ſchaͤumenden Wellen empor hoben, ſeine wahre ſchreckbare Ungeſtalt annahm. Schwefelflam, men zuckten aus den gluͤhenden Augen des Un⸗ holdes auf das bleiche Geſicht der bebenden Erilda, und in ſeiner Rechten ſchwang er einen Magazin IV. C


