Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
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Grauſend ſchmiegte ſich Erilda an ihren Ver⸗ fuͤhrer an.„Horch!— ſtammelte ſie,— hoͤr⸗ teſt Du nicht dieſe ſchreckende Stimme?— O Wertwrold! verbirg mich vor mir ſelbſt.“

Sie verbarg ihr Geſicht an ſeinem Buſen, wäͤhrend Wertwrold ein tiefes Stillſchweigen beobachtete. Endlich nach einem kleinen Zeit⸗ raume richtete er ihr Haupt zu ſich empor, in⸗ dem er mit triumphirendem Laͤcheln ausrief: „Jetzt iſt Erilda mein! ich halte ſie in meinen Armen, ſie iſt mit ewigen Banden unaufloͤsbar an mich gekettet, und keine Macht der Erde kann ſie mir wieder entreißen! Mein Werk iſt vollendet!— ſie iſt mein! freiwillig hat ſie ſich mir geopfert. Sie hat ihre vaͤterliche Heimat, fuͤr mich, elnen Unbekannten, verlaſſen, ſie hat den edeln Morven, den Erben der Krone von Wallis, der mit einem Herzen voll Liebe zu ihr kam und den Reichthum ſeines Vaterlandes zu ihren Fuͤßen legte, ausgeſchlagen, um ſich mir, einem Unbekannten, zu weihen. Sie hat ihre Tugend und ihre Anſpruͤche auf den Himmel auf⸗ gegeben, Schande fuͤr ihren mackellofen Namen eingetauſcht, Fluch und Laͤſterung dem ſanften Tone des Lobes vorgezogen, und das alles fuͤr mich, einen Unbekannten. Ha! Triumph! der Sieg iſt vollendet.

Ein fuͤrchterliches Laͤcheln ſpielte bei dieſen Worten um ſeine Wange, Erſchrocken ſprang