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„Verloren biſt Du, das iſt wahr, und we⸗ der Reue noch Thraͤnen koͤnnen das Verlorene wieder geben.— erwiederte Wertwrold— Da⸗ hin iſt Dein mackelloſer Ruf, der jetzt den Laͤ⸗ ſterungen Preis gegeben iſt, dahin iſt Deine Ruhe, und vor dem Namen Erilda werden die zuruͤckſchaudern, die nicht nach dem Beweggrunde, ſondern nur nach der That richten. Kinder wird man mit der ſchreckenvollen Erzaͤhlung von Eril⸗ dens Verbrechen in Schlummer wiegen, und mit Abſcheu wird ihr Andenken fortleben. Beben wird der Pilger, wenn*ihre Geſchichte hoͤrt,
kreuzen wird ſich der fromme Moͤnch und ſein Ape beten, wenn er vor Rhuddlan's blutbe⸗
ſleckten Mauern voruͤberzieht. Nur ſtrenge Buße kann vielleicht den verlorenen Seelenfrieden in Deine Bruſt wieder zuruͤckbringen. Laß uns die⸗ ſen ſchaudervollen Ort verlaſſen. Sieh! die Fak⸗ keln naͤhern ſich! Morven iſt an ihrer Spitze!“
„Morven! er?— rief Erilda;— nein, er ſoll nicht Zeuge meiner Schande ſeyn!“
„So eile zu dem Nachen, der uns an dem Ufer erwartet!“— erwiederte Wertwrold, in⸗ dem er Erilden an dem Arm faßte und nach
dem Ufer fuͤhrte.
Voll Schaudern und Entſetzen bebten Mor⸗ ven und die Knappen zuruͤck, als ſie die Gegend erreichten, und den lebloſen Koͤrper des Ermor⸗ deten im Blute ſchwimmend fanden. Kalt war
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