Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
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mung iſt Tod fuͤr mich! Laß mich mit meinem gemordeten Vater ſterben, ich habe mein Leben vergiftet, der Tod allein iſt Wohlthat fuͤr mich.“

„Blicke dorthin,— wandte ſich Wertwrold zu ihr,— unſere Verfolger ſind nahe, hoͤrſt Du ihre drohende Stimme? Erilda! ermuntere Dich aus Deiner Betaͤubung! laß uns fliehen und uns vor dem Verderben ſichern.

„Wohin kann ich mich wenden, um dem Ver⸗ derben zu entrinnen?— erwiederte Erilda,— die Hoͤlle heftet ſich an meine Ferſe, um und neben mir iſt Tod!— Doch ja! hinweg, hin⸗ weg von hier! ich will Dir folgen! ich will mich den Qualen unterwerfen, die auf mich warten, ich will leben, um meine Greuelthat zu buͤßen.“

Sie ſank erſchoͤpft an Wertwrold's Buſen.

„Ermanne Dich!— redete dieſer ihr zu,— was geſchehen iſt, das laͤßt ſich nicht wieder un⸗ geſchehen machen, und ein zehnfacher Tod wuͤrde Deine That nicht wieder gut machen koͤnnen. Verſuche es den Himmel wieder mit Dir aus⸗ zuſoͤhnen, deſſen Rache uͤber Dir ſchwebt, und deſſen Zorn Deine Seele zu ewigen Qualen ver⸗ dammt.

„Darf die ungluͤckliche Moͤrderin noch auf Erbarmen vom Himmel rechnen?— rief Erilda aus.— Verzweiflung durchwuͤhlt mein Gehirn! ich bin verloren, verloren auf ewig.“