Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

womit er mit gebrochener Stimme:„Erilda!“

25

In demſelben Augenblicke trat Rhyswick mit zornfunkelnden Augen in die Laube Wert⸗ wrold faßte Erilden in ſeine Arme und zog ſie eiligſt durch die entgegenſtehende Oeffnung der Laube mit ſich fort, durch einen ſchmalen Fuß⸗ ſteig, der nach dem Fluſſe fuͤhrte. Erilda zit⸗ terte, und ſchmiegte ſich in furchtbarer Bewe⸗ gung an Wertwrolden an, als ſie Fußtritte hin⸗ ter ſich hoͤrte.

Noch hielt Erilda den Dolch in der Hand, und der Schimmer der Fackeln aus der Ferne zeigte ihr eine maͤnnliche Geſtalt, die hart hin⸗ ter ihr, die Fliehenden verfolgte.

„Wir ſind verloren, wenn Du unſern Ver⸗ folger nicht niederſtoͤßeſt!— rief ihr Wertwrold zu,— nur ſein Tod kann uns retten!“

Erilda fuͤhlte ſich von hinten her ergriffen und feſtgehalten.„Halt ein, verruchte Buh⸗ lerin!“— rief ihr ihr Verfolger zu, indem er in die Ferne der Schaar der Knappen zurief, herbei zu eilen.

„Stoß ihn nieder!“— fluͤſterte Wertwrold ihr zu,— noch einen Augenblick und wir ſind verloren.“

Ihrer ſelbſt nicht mehr bewußt, und von Schrecken und Angſt betaͤubt, ſtieß Erilda den

Mordſtahl in die Bruſt ihres Verfolgers; er

ſank getoͤdtet zu Boden, und der letzte Ausruf, 4