Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
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24 ihren Buſen ſchwellte, das ſanfte Roth ihrer Wangen und der ſcheue Blick ihres ſchönen aus⸗ drucksvollen Auges, erhoben ihre Reize nur noch mehr; ſo daß Morven von ihrem Anblicke be⸗ zaubert, in ſtummes Anſchauen verſunken vor ihr ſtand, ohne ſeinen Gefuͤhlen Worte geben zu koͤnnen. Rhyswick kam ihm zu Huͤlfe, indem er ihn ſeiner Tochter entgegen fuͤhrte und das Geſpraͤch einleitete.

Der Tag verſtrich unter mancherlei Ergoͤtz⸗ lichkeiten und Zubereitungen zu dem bevorſtehen⸗ den Vermaͤhlungsfeſte. In Erildens Buſen tobte ein furchtbares Gemiſch von Gefühlen eine un⸗ beſiegbare Angſt und Beklommenheit engte ihr die Bruſt gewaltſam zuſammen, ſie zitterte vor dem Verſprechen, das ſie Wertwrold gegeben hatte, und gleichwohl fuͤhlte ſie nicht Kraft genug in ſich, dieſes Verſprechen zu brechen und ſich von den Feſſeln loszureiſſen, die ihre Leidenſchaft

ihr angelegt hatte.

Der entſcheidungsvolle Abend nahete heran und mit jedem Momente ſtieg Erildens Unruhe und Aengſtlichkeit auf einen hoͤhern Grad empor. Endlich verloͤſchten die letzten Strahlen der un⸗ tergehenden Sonune in den Wellen des furchtba⸗ ren Clwyd, die Schatten der Daͤmmerung um⸗ florten die Gegend rings umher, und mit to⸗ bender Angſt im Buſen, ihrer ſelbſt kaum noch bewußt, eilte Erilda in den Garten hinab nach