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genießen, die der, fuͤr den Du Dein Gluͤck und Dich ſelbſt aufopfern wollteſt, nicht genießen kann. Ritter Rhyswicks Jahre ſind gezaͤhlt, ihre Summe iſt faſt geſchloſſen, und die Vol⸗ lendung zeigt ſchon ihre verheerende Hand auf ſeiner Wange. Sein ſchwaͤchlicher Koͤrper, die Furchen des Alters auf ſeiner Wange und ſein Silberhaar verkuͤnden, wie bei dieſer vollaufge⸗ bluͤhten Roſe, ein nahes Lebensende.
Erilda ſank betaͤubt an Wertwrolds Buſen, ſein Arm ſchlang ſich um ihren Nacken, ſeine gluͤhenden Kuͤſſe auf ihren Lippen riefen die ent⸗ fliehenden Lebensgeiſter wieder zuruͤck, und die Farbe des wiederkehrenden Lebens roͤthete bald wieder mit ſanftem Purpur ihre Wangen. Ihre Lippen waren feſt anf die ſeinigen gefeſſelt, ſei⸗
ine gluͤhenden Kuͤſſe theilten ihrem Herzen eine
ungewoͤhnliche Glut und ein wolluͤſtiges Verlan⸗ gen mit, die jede warnende Stimme in ihrem Buſen erſtickte. „Erilda iſt mein?“— rief Wertwrold feurig aus. „Dein! Dein auf ewig!“— ſtammelte die Jungfrau im Taumel des Entzuͤckens. „Und willſt Du morgen mit mir Rhuddlan verlaſſen?“ fragte der Ritter weiter. „Ich will es;— ſeufzte Erilda,— ich gehoͤre ganz Dir.“ 8 B 2


