thoͤrte; aber wenn Dir meine vaͤterliche Liebe werth iſt, wenn Du nicht meinen Zorn auf das empfindlichſte fuͤhlen willſt, ſo muß Morven Dein Gemahl werden, wo nicht, ſo iſt Dein Vater auf ewig fuͤr Dich verloren.
Mit dieſen Worten entfernte er ſich und aͤberließ Erilden dem Sturme ihrer verworrenen Gefuͤhle. Vergebens verſuchte ſie es ſich ihrem erzuͤrnten Vater zu naͤhern, um ſeinen Zorn zu beſaͤnftigen und ſein Mitleid fuͤr ſie anzuflehen, Rhyswick ließ ſich weder dieſen noch die folgen⸗ den Tage vor ihr ſehen. Wie eine Gefangene mußte Erilda auf ihrem Zimmer bleiben, bis ſie denn endlich an dem Abend des vierten Ta⸗ ges, durch einen alten Diener ihres Vaters den Befehl deſſelben erhielt, ſich anzuſchicken, den folgenden Tag Morven, den man, im
Geleite einer zahlreichen Dienerſchaft auf der Burg erwartete, als Bräͤutigam zu empfangen.
Dieſer harte Befehl ihres Vaters warf Erilden mit neuer Heftigkeit zu Boden; ihr Buſen war von den fuͤrchterlichſten Gefuͤhlen gewaltſam zuſammen zuſammengepreßt, ſie ſahe ſich ohne Huͤlfe und Rettung dem Elende einer traurigen Zukunft Preis gegeben und nirgends einen Ausweg fuͤr ſich offen. Verzweiſlungsvoll
hob ſie ihr Auge zu dem naͤchtlichen Himmel empor und ſeufzte vergebens nach Rettung. „Wertwrold!— rief ſie aͤngſtlich aus,— das
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