Teil eines Werkes 
4. Theil (1805)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

einer ſo ungewoͤhnlichen Stunde nachdachte, ohne daß ſie den Faden finden konnte, der ſie aus dieſen Labyrinthen haͤtte heraus leiten koͤnnen.

An dem folgenden Morgen traf Erilda ihren Vater, der über die ploͤtzliche Abreiſe ſei⸗ nes Gaſtes eben ſo erſtaunt als unwillig war. Sie ſuchte den Ritter zu vertheidigen und ihn dadurch zu rechtfertigen, daß wahrſcheinlich Ge⸗ ſchaͤfte von Wichtigkeit ſeine Abreiſe erfordert häͤtten, doch konnte dieſes Rhyswicks Unmuth daruͤber nicht ganz vertilgen, daß der Mann, den er mit ſo vielem Wohlwollen bei ſich auf⸗ genommen hatte, ohne Abſchied von ihm gegan⸗ gen war, und ihm das Vergnuͤgen genommen hatte, ihn bei der Feier von der Verbindung ſeiner Tochter, welche in wenigen Tagen ſollte vollzogen werden, Zeuge ſeyn zu laſſen.

Wie ſehr erſtaunte Erilda, als ihr jetzt ihr Vater berichtete, daß er eben von dem jungen Fuͤrſten, ihrem beſtimmten Braͤutigame, Bot⸗ ſchaft erhalten habe, daß ſeine feurlge Liebe fuͤr ſeine ſchoͤne Braut jeden laͤngern Aufſchub ſei⸗ nes Gluͤckes ihm unertraͤglich mache, daß er nichts ſehnlicher wünſche als den Tag ſeines Gluͤcks zu beſchleunigen, den er deshalb ſelbſt beſtimmt hatte.

Bleich und erſchrocken ſank Erilda bei die⸗ ſer Nachricht ihrem Vater zu Fuͤßen, indem ſie

mit Thraͤnen zu ihm emporſlehte, ſie nicht un 3