ddie Beweggruͤnde zu ſeiner ploͤtzlichen Abreiſe zu
* zen und Alles fuͤr mich aufopfern. Die feſte Seele muß ohne Furcht und Zagen auf dem un⸗ geheuern Felſen unerſchuͤtterlich ſtehen, und uͤber den Abgrund laͤcheln, der unter ihren Fuͤßen ſie zu verſchlingen droht. So muß das Weib ſeyn, das meinen Beſitz gewinnen will.
Erilda. Wertwrold! ich faſſe den Sinn dieſer geheimnißvollen Worte nicht.
Wertwrold. Erilda, nimm dieſen Ring, in welchem eine magiſche Kraft iſt, die mich, ſo oft du auf dieſen Stein hauchſt, augenblick⸗ lich zu Dir bringt und wenn ich tauſend Mei⸗ len von Dir entfernt waͤre. Gebrauche ihn, wenn Du meiner bedarfſt.
Erilda. Wertwrold, bleib und laß mich nicht in dieſen aͤngſtlichen Zweifeln zuruͤck.
Wertwrold. Erilda muß ihre eigne Ver⸗ nunft gebrauchen, ich darf ſie nicht leiten. Lebe
wohl.
Er druͤckte ſie mit feurigem Ungeſtuͤm an ſeine Bruſt und eilte davon.
Erilda befand ſich in einem ſeltſamen Ge⸗ miſch von Gefuͤhlen: Liebe, Freude und eine unbeſiegbare baͤngliche Aengſtlichkeit wechſelten in ihrem Innern ab, und verſcheuchten den Schlaf von ihren Augenliedern. Gedankenvoll warf ſie ſich auf ihr Lager, indem ſie uͤber den Sinn der raͤthſelhaften Aeuſſerungen Wertwrolds und uͤber


