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theuere Erilda,— rief er ihr zu,— verzelht mir, daß ich noch ſo ſpaͤt Eure Einſamkeit ſtoͤre. Ich komme nur, um das letzte Lebewohl Euch zu ſagen. Schon wartet meiner mein wiehern⸗ des Roß am Burgthore, ich muß mich von dieſer Gegend losreißen, ſo ſehr mein Herz auch dabei blutet. Ein ſchreckliches Geſchick treibt mich von dannen; ſchenkt dem unglüͤcklichen Wertwrold bisweilen Euer Andenken. Lebt wohl, Erilda! 6 lebt wohl auf immer!“
„Auf immer?— fragte Erilda erſchrocken, — o Wertwrold, blelbt! bleibt bei uns!“
Wertwrold. Ich kann, ich darf nicht.
Erilda. Auch dann nicht, wenn ich Euch
ſage, daß ich Euch liebe? daß ich die Eurige ſeyn will?
Wertwrold. Taͤuſchen mich meine Sin⸗ ne? Erilda liebt mich? Erilda will mein ſeyn und um meinetwillen der Welt entſagen? Erilda. Der Welt entſagen?
Wertwrold. Nur dann erſt wird der Morgen meines Gluͤcks empor tagen. Erilda muß, um mir ganz anzugehoͤren, der Welt und Allem entſagen und nur mit mir das Gluͤck 8 der Liebe genießen.
Erilda. Erklaͤrt Euch deutlicher. 6 Wertwrold. Erilda muß mit Helden⸗ muth jedes Hinderniß unſerer Verbindung beſie⸗ gen, muß blindes Zntrauen in meine Liebe ſezza
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