gen der Macht, des Ranges und des Reichthums
mir die Vorzuͤge des Maͤdchens, das den Ge⸗ 1
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Wertwrold. Wenn eine Jungfrau von edler Geburt und von mackelloſer Tugend ſich findet, deren Schoͤnheit das Geſpraͤch der Höͤfe und deren Tugend der Stolz und die Bewun⸗ derung derer iſt, die mit Vaterliebe ſie erzo⸗ gen. Eine Jungfrau, nach deren Beſitze die angeſehnſten Ritter ſtreben, die aber allen Lockun⸗
widerſteht, um mich um mein ſelbſt willen zu lieben und allen Gefahren Trotz zu bieten, die ſich unſerer Liebe entgegen ſtellen.
Erilda erroͤthete und ihr Inneres war in ge⸗ waltiger Bewegung; doch in demſelben Augenblicke toͤnte die Glocke von der Burg, die ſie zum Fruͤh⸗ ſtuͤck rief. Wertwrold reichte ihr die Hand, zit⸗ ternd hieng ſie ſich an ſeinen Arm, und in ſtum⸗ men Nachdenken verſunken, giengen Beide nach der Burg zuruͤck, wo Rhyswick ſie erwartete.
„Armer ungluͤcklicher Wertwrold— ſeufzte Erilda, als ſie ſich allein befand,— wo ſoll das Maͤdchen ſich finden, das ſo edel, rein und max kellos iſt, wie es Dein Geſchick verlangt, um Dir Deine Ruye und dein Gluͤck wieder zu ge ben? Hinweg mit der ſtolzen Hoffnung, die mein Herz erfuͤllte; wie duͤrfte ich es wagen
liebten von ſeinen Leiden befreien kann, zuzu trauen? Wertwrold wird noch gluͤcklich ſeyn aber Erilda wird auf immer elend ſeyn..


