Teil eines Werkes 
3. Theil (1805)
Entstehung
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neuer Lebhaftigkeit gauckelte ihr ihre Phantaſie die geſtrige Scene vor. In ungewoͤhnlich Be⸗ wegung ihres Innern ſetzte ſie ſich auf den Fel⸗

ſen, und begleitete die Tone der bebenden Harfe

mit ihrem Geſange, aber kaum hatte ſie einige Griffe durch die Saiten gethan, als ſie auch, unzufrieden mit ihrem Spiele, die Harfe wieder bei Seite legte. Eine Thraͤne ſchimmerte in ihrem Auge und aus tiefer Bruſt ſeufzte ſie empor:warum nehme ich ſo vielen Antheil an einem Unbekannten, den vielleicht der Zufall zum erſten und letzten Mahle an dieſen Ort fuͤhrte? Was iſt es, das mich ſo maͤchtig nach ihm hin⸗ zieht, der jetzt vielleicht Meilenweit von meinen einſamen Seufzern entfernt iſt, und keinen Ge⸗ danken an mich in ſeiner Seele hegt? Schwinde dahin, Hoffnung, du taͤuſchendes Bild, ich werde ihn nicht wieder ſehen!

davon. Vergebens verſuchte es jedoch ſich vor der Jagdbegierde der Jaͤger an mit unermuͤdeter Raſt das Dickicht des Wal manches Wild war er Ritter Rhyswick Ruhe tern den Befehl ertheilte, die

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