22. bleichte und die Kraft ſeines tapfern Armes laͤhmte, und der Friede, nach einem langen ver⸗ heerendem Kriege, dem Lande wieder gegeben war, hatte er gehofft in Ruhe und Frieden auf Rhuddlan, an dem Buſen ſeines geliebten Wei⸗ bes, ſeine noch uͤbrigen Tage zu verleben, doch ein feindſeliges Geſchick vernichtete ſeine ſchoͤnen Hoffnungen und ſtuͤrzte ihn in thräͤnenvollen Jammer. Oft hatte ihn der Krieg aus den Armen der geliebten Egberta und ſeiner Toch⸗
ter Erilda hinweggeriſſen, und als er jetzt nach wieder hergeſtelltem Frieden zuruͤckkehrte, mußte er ſein geliebtes Weib in den Armen des Todes finden.
Schwer von der Haͤrte des feindſeligen Ge⸗ ſchicks darnieder gebeugt, hoffte jetzt Rhyswick, ſein ganzes kuͤnftiges Giuͤck in Erilden zu finden; denn nur ſie allein konnte ihm den ſchmerzhaf⸗ ten Verluſt ſeiner geliebten Gattin erſetzen, und ihn mit ſeinem Geſchick wieder ausſoͤhnen.
Erilda war ſchoͤn wie der erwachende Mor⸗ gen des Fruͤhlings, roſige Geſundheit thronte auf 8 ihrer Wange, Milde und Wohlwollen in ihrem ſanften Auge, und dert ohe Zauber ihrer Schoͤn⸗ heit war der Spiegel e
zens, in welchem die*
ihrer Mutter herrſchten. 4 ihres Vaters und der Gegenſtat
nen Bewunderung. 3


