Klagtoͤne kaͤmen, und von bangen Ahnungen erfuͤllt, ſtuͤrzte er nach dem Gewoͤlbe hin, als er in den Seufzern dieſer weiblichen Stimme ſeinen Namen hoͤrte. 1 Er drang in das Gewoͤlbe ein, und bei dem ſchwachen Scheine einer Lampe, die von der Decke herabhieng, erblickte er auf einem elenden Strohlager eine weibliche Geſtalt, die er ſogleich fuͤr Helenen erkannte., Mit einem durchdringenden Ausrufe der heftigſten Ueber⸗. raſchung ſtuͤrzte er der todtbeweinten Geliebten entgegen, doch kaum erkannte Helena den ge⸗ liebten Adelfred, als ſie, von der Heftigkeit ihrer freudigen Ueberraſchung betaͤubt, ohnmaͤch⸗ tig in Adelfred's Arme ſank. Seine feuervollen Kuͤſſe riefen jedoch bald wieder ihre entflohenen Lebensgeiſter zuruͤck, und voll Entſetzen ſchau⸗ derte Adelfred, als er aus Helenens eigenem Munde die Beſtaͤtigung von Ruthwold's Aus⸗ ſage vernahm.—
Ifſerit hatte dem Genoſſen ſeiner Buͤberei ſeinen Plan, der dieſe Nacht ſollte ausgefuͤhrt werden, mitgetheilt, da jedoch Owain befuͤrch⸗ tete, daß dieſer Anſchlag auf Adelfred's Leben mißlingen koͤnnte, ſo war er ſelbſt in einen Mantel gehuͤllt, nach den Gewoͤlben der Burg gekommen, die mit dem Kloſter, worin er lebte, durch unterirrdiſche Gaͤnge in Verbindung ſtan⸗
den, Den Boͤſewicht quaͤlte die Beſorgniß, daß


