Teil eines Werkes 
3. Theil (1805)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

61

Unrecht. Mein Blut kocht, Haß und Gefuͤhl der Billigkeit ſpannen meinen Arm zur Rache. Du biſt ganz Wahrheit. Adelfred iſt ganz Falſch⸗ heit. Was hat er fuͤr dich gethan, um deine Großmuth wuͤrda zu belohnen? daß er mit dir, als einem Sklaven, prunkt? ja, das Joch der Sklaverei und niedriger Knechtſchaft, iſt der Lohn fuͤr deine Tugend. Auf! erwache ge⸗ taͤuſchter, gemißhandelter verachteter Ali, und waffne deinen Arm zur Rache!

Du treibſt mich zum Wahnſinn! rief der Unglaͤubige. Leidenſchaft erſtickte ſeine Stim⸗ me, ſein Auge flammte fuͤrchterlich, ſein ganzes Inneres war in ſchrecklicher Bewegung.Du Gott Aſiens, ſtammelte er mit furchtbarem Ausdruck, wenn es Wahrheit iſt, wenn Adel⸗

fred falſch und treulos iſt, ſo ſtaͤrke meinen

Arm, daß ich die Erde von dieſem Ungeheuer befreie; nicht ſoll ihn alsdann vor meiner Rache ſchuͤtzen.

Taͤglich und ſtuͤndlich wirkte der nichtswuͤr⸗ dige Iſerit, als beſtaͤndiger Begleiter des Un⸗ glaͤubigen, auf deſſen wilde Leidenſchaften. Der Keim des Argwohns, den der Vetraͤther in Ali's Herz gepflanzt hatte, faßte mit jedem Tage feſtere Wurzel, und, jetzt da Ali Scheing

einmal ſo geneigt war, ſich von Adelfred betroo

gen zu glauben, ſo erſchien ihm auch jede ſei⸗