Teil eines Werkes 
3. Theil (1805)
Entstehung
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60 Zulima und deine armen jammernden Kinder ſind auf immer fuͤr dich verloren. Doch ich will dein Elend nicht noch mehr vergroͤßern, indem ich dir die Augen über Adelfreds Verraͤtherei oͤffne.

Verraͤtherei? fragte Ali Scheing ver⸗ wunderungsvoll

So ſagte ich, erwiederte Iſerit, warlich es war nicht edeles war Hochverrath der heiligſten Pflichten, daß Adelfred kein Be⸗ denken trug ſeine Freiheit um einen ſo hohen Preis zu erkaufen und den Gatten den Armen ſeiner zaͤrlich geliebten Gattin, den Bater ſei⸗ nen armen huͤlfloſen Kindern zu entreißen und dieſe der Rache des ergrimmten Sultans Preis zu geben, um nur ſich ſelbſt in Freiheit zu ſe⸗ hen. Und hat er das große Opfer deines Edel⸗ muthes auch wirklich verdient? Sprich ſelbſt, beguͤnſtigt dich der gluͤckliche Adelfred noch im⸗ mer in eben dem Grade, als damals, wo er ungluͤcklich war? Theilt er wohl deinen ſtillen Gram, ſucht er ihn zu mildern? oder vermeidet er dich nicht vielmehr, zieht er ſich nicht immer mehr und mehr kalt von dir zuruck?

Ein ſchreckliches Licht fuhr bei dieſen Wor⸗ ten durch Ali's Seele, er verſank in tiefes Nach⸗ denken.Edler Ali! fuhr Iſerit gegen ihn fort, welch eine Seele haſt du! beim Him⸗ mel ich komme auſſer mir uͤber das dir zugefuͤgte

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